Teppichboden
Teppichböden bzw. Teppiche sind die wohl ältesten uns bekannten Bodenbeläge. Die Geschichte des Teppichs reicht bis weit in die vorchristliche Zeit zurück und hat ihren Ursprung wohl im Orient. Noch heute stehen so genannte Orientteppiche für höchste Qualität und sind daher auch im oberen Preissegment anzusiedeln. Der älteste, fast vollständig erhaltene Teppich stammt aus dem 6. Jahrhundert vor Christus und wurde vermutlich in Westasien hergestellt. Da Teppiche bis vor wenigen Jahrzehnten, im Gegensatz zu heute, ausschließlich aus organischen Stoffen hergestellt wurden, die von Tieren oder Pflanzen gewonnen werden, sind heutzutage infolge von Zerfall und Verrottung sehr wenige Teppiche aus der Anfangszeit dieses Bodenbelags erhalten.
Hierzulande ist der Teppichboden immer noch der am meisten verlegte Bodenbelag, gemessen an der verlegten Fläche nach Quadratmetern. Teppichboden kann in nahezu allen Räumen einer Wohnung verlegt werden, wobei er sich je nach Raumnutzung mal mehr, mal weniger eignet. Beim Verlegen des Teppichbodens gibt es verschiedene Techniken, die dabei angewendet werden können. Durch verkleben oder verspannen wird zwar maximaler Halt des Teppichbodens am Untergrund garantiert, was jedoch gleichzeitig zu einem erhöhten Aufwand führt, falls der Teppichboden später wieder entfernt werden soll. Alternativ zu diesen beiden Verfahren, kann der Teppichboden auch durch Kletten am Boden befestigt werden oder einfach nur lose verlegt werden. Ein lose verlegter Teppichboden bietet ebenfalls ausreichenden Halt, da dieser durch Leisten fixiert wird.
Teppichböden bieten viele Vorteile gegenüber anderen Bodenbelägen. Ein Teppichboden sieht meistens nicht nur schöner aus, sondern hat auch noch einige ganz praktische Vorzüge. So bietet er z.B. einen sicheren Halt und beugt so dem Ausrutschen vor. Außerdem isolieren Teppichböden nicht nur den Trittschall, sondern hemmen auch die Schallweitergabe in darunterliegende Räume, was sich besonders in Mehrfamilienhäusern als großer Vorteil entpuppen kann. Schließlich wird Teppichboden oft auch aus Sicherheitsgründen verlegt, etwa in Kinderzimmern, da der Teppichboden aufgrund seiner Beschaffenheit eine abfedernde Wirkung besitzt. So kann der Teppichboden nicht nur Verletzungen bei eventuellen Stürzen vorbeugen, sondern auch die Lebensdauer von materiellen Gegenständen verlängern.
Weitere bevorzugte Anwendungsbereiche für einen Teppichboden sind Wohnzimmer oder Hausflure.
Ein Teppichboden hat aber natürlich auch einige Nachteile gegenüber anderen Bodenbelägen. Die Reinigung von Teppichböden ist eine sehr schwierige und zeitintensive Angelegenheit, sollte aber aus hygienischen Gründen dennoch regelmäßig erfolgen. Zudem besteht die Gefahr, dass es auf einem Teppichboden Flecken gibt, die sich unter Umständen überhaupt nicht mehr vollständig entfernen lassen.
Der Teppichboden ist ein Bodenbelag, mit dem Räume normalerweise vollständig und lückenlos ausgelegt werden. Darüber hinaus besteht allerdings auch noch die Möglichkeit Teppiche verschiedener Größe und mit unterschiedlichen Muster als zusätzliche Dekoration zu nutzen, beispielsweise auf Fliesen- oder Parkettböden. Solche Teppiche gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen und Preisklassen.
Die Qualität eines Teppichbodens bzw. Teppichs hängt in erster Linie vom Herstellungsverfahren ab. So sind handgeknüpfte Teppiche hochwertiger als industriell gefertigte Massenware. Zweites Kriterium bei der Qualitätseinstufung ist die Anzahl der Knoten pro Quadratzentimeter. Bei absoluter Spitzenware sind bis zu 600 Knoten pro cm² keine Seltenheit, was sich dann allerdings auch im Preis dementsprechend bemerkbar macht.