Parkettboden
Der Parkettboden, oder auch nur Parkett genannt, gehört mit Sicherheit zu den qualitativ hochwertigsten, aber auch teuersten Bodenbelägen. Gleichzeitig zählt der Parkettboden zu den ältesten Werkstoffen, die bei der Verlegung von Bodenbelägen zum Einsatz kommen. So sind mehrere Jahrhunderte alte Parkettböden z.B. in Schlössern oder sonstigen historischen Bauwerken zu finden. Voraussetzung für solch eine Langlebigkeit ist natürlich eine sehr gute Pflege und eine regelmäßige Renovierung durch Abschleifen bzw. Versiegelung des Bodens. Ähnliche Behandlungsmöglichkeiten bieten weder der Laminat- noch der Teppichboden. Beim Verlegen von Parkett ist darauf zu achten, dass dieser Bodenbelag nur für Innenräume in Betracht kommen kann. Durch seine hygroskopische Eigenschaft nimmt Parkett regulierenden Einfluss auf das Raumklima und bietet garantiert aufgrund seiner geschlossenen Oberfläche ein Höchstmaß an Hygiene. Der Parkettboden zeichnet sich ferner durch horizontal verlaufende Holzfasern aus, die Jahresringe sind hier also nicht zu sehen.
Bei der Herstellung von “echten“ Parkettböden wird ausschließlich Hartholz von Laubbäumen verwendet. Die etwas günstigere Parkettvariante ist das sogenannte Fertig- oder Mehrschichtparkett. Dabei werden, ähnlich wie beim Laminatboden, zwei oder drei Schichten miteinander verpresst, mit dem Unterschied, dass alle Schichten aus Holz bestehen. Beim Fertigparkett ist jedoch nur die oberste, etwa 3 mm dicke Schicht aus Holz von Laubbäumen, die darunterliegenden Schichten stammen von Nadelbäumen, deren Holz billiger ist.
Der Parkettboden bietet nahezu unbegrenzte Variationsmöglichkeiten. So gibt es nicht nur etwa zwei Dutzend gebräuchlicher Holzstoffe, aus denen Parkett hergestellt werden kann, sondern darüber hinaus noch eine Vielzahl an verschiedenen Verlegemustern. Das Holz für die Herstellung von Parkett kann von Bäumen stammen, die in unseren Breitengraden beheimatet sind, ebenso gut aber auch von exotischeren Bäumen. Selbstverständlich hat jede Baumart ganz individuelle Eigenschaften, die die spätere Qualität des Parkettbodens und damit auch den Preis direkt oder indirekt beeinflussen. Die Wahl des gewünschten Musters ist hingegen mehr oder weniger Geschmackssache, auch wenn es je nach Aufwand auch hier preisliche Unterschiede geben kann.
Die häufigste Ausführungsart beim Verlegen von Parkett ist das Massivparkett. Zur Gruppe der Massivparkette gehört z.B. Stabparkett, Lamparkett, Hochkantlamellenparkett sowie Mosaikparkett. Das Verlegen von Massivparketten erfolgt in der Regel im Rohzustand, d.h. der Parkettboden wird erst nach dem Verlegen abgeschliffen und versiegelt. Zum Versiegeln des Parkettbodens kann Wachs, Parkettlack oder Fußbodenöl verwendet werden.
Die Renovierung von Parkettboden erfolgt dann durch Abschleifen der Oberfläche und erneutes Versiegeln, so dass Parkett im Normalfall von allen Bodenbelägen die höchste Lebenserwartung haben sollte. Beim Entfernen älterer Parkettböden sollte allerdings ein Fachmann hinzugezogen werden, da Parkett in früheren Jahren oft mit krebserregenden Leimstoffen verklebt wurde. Eine unsachgemäße Entfernung des Parketts kann dazu führen, dass Leimreste in der Raumluft verbleiben und eingeatmet werden können.